Zum ersten Mal auf dem Schiff: So vermeiden Sie Seekrankheit
Eine Überfahrt mit der Fähre oder ein Ausflug mit dem Schiff ist spannend, aber wenn sich bei Ihnen alles dreht, macht sie weniger Spaß. Seekrankheit ist kein unausweichliches Schicksal, sondern oft nur eine Verkettung unglücklicher Umstände. Das Schiff ist zu klein und wackelig, Sie haben keinen Fixpunkt vor Augen und dann haben Sie sich den Magen auch noch mit schwerer Kost vollgeschlagen. Wir verraten Ihnen, wie Sie Seekrankheit vermeiden.
Wählen Sie für Ihre erste Fahrt ein großes und stabiles Schiff
Je größer das Schiff, desto weniger spüren Sie den Wellengang. Eine Fähre Helsinki - Tallinn nimmt Sie für rund 2,5 Stunden mit und bringt Sie über eine Strecke von rund 76 Kilometern zum Ziel. Obwohl die Fahrtdauer lang ist, ist die Überfahrt mit einer Fähre für die meisten Menschen deutlich weniger schwankend als auf einem kleinen Personenschiff. Wenn Sie mit dem Auto oder gar dem Camper an Bord gehen, spüren Sie kaum, dass Sie sich auf dem Wasser befinden. Die große Tragfläche des Schiffes liegt ruhig auf dem Wasser auf und der Wellengang ist recht gering.
Nehmen Sie sich ein Notfall-Medikament mit
Wenn Sie schon wissen, dass Sie Seekrank werden, müssen Sie auf die Seefahrt trotzdem nicht verzichten. Für akute Fälle gibt es Antihistaminika, die dem Schwindel vorbeugen und für ein angenehmes Gefühl bei der Überfahrt sorgen. Bei leichtem Unwohlsein in der Magengegend hilft Ingwer zuverlässig. Er kann als Tee getrunken oder in Form von Kapseln oder Kaugummi zum Einsatz kommen.
Möchten Sie auf die Einnahme von Medikamenten verzichten, kann ein Akupressur-Armband helfen. Es drückt auf den P6-Punkt und soll dadurch die Übelkeit verhindern. Andere Reisende schwören auf Vitamin C in hohen Dosen vor der Abfahrt.
Eine dritte Alternative sind Reisepflaster für hinter das Ohr. Sie sind lange wirksam und für die meisten Passagiere geeignet. Achten Sie nur darauf, dass Sie nicht schwanger sind.
So verhalten Sie sich auf dem Schiff richtig
Seekrankheit tritt auf, wenn Gleichgewichtsorgan und Augen nicht im Einklang miteinander sind. Um diese beiden Sinne zu synchronisieren, werfen Sie den Blick in Richtung Horizont. Sie haben keinen Fixpunkt und Ihr Gehirn hat genug Zeit, die Bewegungen mit den Gefühlen unter einen Hut zu bringen.
Wichtig ist auch, dass Sie sich eher in der Mitte des Schiffes aufhalten oder gleich unter Deck bleiben. Dort ist es ruhiger und Sie nehmen die Bewegungen weniger stark wahr. Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin, setzen Sie stattdessen auf leichte Kost und knabbern Sie Zwieback. Wenn Ihnen warm ist, kann eine kühle Brise für Hilfe sorgen.
Oft ist die erste Seekrankheit schnell vorüber, vor allem wenn Sie sich an die obigen Tipps halten. Viele Menschen haben auch nur Angst davor, werden an Deck aber überhaupt nicht krank.
6. März 2026 18:07
